Leben

Die Mezzosopranistin Rebekka Bigelmayr debütierte 2020 beim Mozartfest Würzburg (Online). 2021 wird sie dort live singen. Im Oktober 2020 gab sie mit der Pianistin Doriana Tchakarova ihren selbst konzipierten Liederabend „Schubert und seine Mystik“ in der Pasinger Fabrik München. Neben ihrer Liebe zum Mezzo-Koloraturfach, war sie zuletzt mit den Göttinger Symphonikern und der Nordwestdeutschen Philharmonie in der Altpartie des Requiems von Franz von Suppé zu erleben. Ihr Debut am Landestheater Detmold gab sie 2019 in der Rolle der Paoluccia in Niccolò Piccinis „La buona figliuola“ (Leitung/Ivan Törzs). Bei den Fontante-Festspielen 2019 nahe Berlin verkörperte sie als Schauspielerin sowie Sängerin die Figur der Cécile von St. Arnaud. Regie führte Frank Matthus, unter welchem sie ebenfalls 2018 bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg (Gastspiel/Estland) in der Weltpremiere „A Bad Man's Life“ von Marc-Aurel Floros debütierte (Leitung/Andrei Diakov). Am Theater Bielefeld war sie mit dem Stabat Mater von G.B.Pergolesi zu hören. Weitere Rollen auf der Bühne waren der Dackel (Das schlaue Füchslein/Janáček), Geist (Cendrillon/Massenet), Auszüge aus Samuel Barbers „Vanessa“ als Erika, Benjamin Brittens „Albert Herring“ als Nancy, Igor Strawinskys „The Rake´s Progress“ als Baba und Hans Werner Henzes „Prinz von Homburg“ als Kurfürstin. Sie konzipiert außerdem ihre eigenen Produktionen. Sie stellte die weltliche Solokantate „O numi eterni – Lucrezia“ von Georg Friedrich Händel mit Basso continuo Begleitung als eine komplexe, einstündige Performance mit Sologesang, zeitgenössischem Tanz und Elektroakustik zusammen. Von der Sängerin selbst geschriebene Texte verliehen dem Stück sowohl vom Tape als auch live gesprochen das besondere Etwas.

Besonders aufhorchen ließ sie durch das Stück Sequenza III (1966) von Luciano Berio, welches sie erweitert und szenisch-performativ als Nachkriegswerk inszenierte. Damit gewann sie 2018 erstplatziert den Wettbewerb „Musik & Vermittlung“ in Detmold. Zu Beginn ihrer Gesangskarriere wurde sie erstmals für die „Berio-Sequenza“ mit dem Sonderpreis für zeitgenössische Musik im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ ausgezeichnet. Es folgten Einladungen des Bayerischen Rundfunks nach Nürnberg und in die Allerheiligen Hofkirche der Münchner Residenz.

Erneut für die herausragende Auseinandersetzung mit Neuer Musik wurde sie 2017 beim Interpretationswettbewerb der Hochschule für Musik Detmold mit einem Sonderpreis geehrt.

Sie war Semifinalistin beim Bundeswettbewerb Gesang 2018 in der Universität der Künste Berlin.

Ebenso pflegt die Mezzosopranistin eine regelmäßige Konzerttätigkeit. Besondere Schätze, wie das Requiem von Maurice Duruflé, die Stabat Mater von Joseph Haydn und Giovanni Battista Pergolesi bereichern ihr Repertoire. Dazu kommen sämtliche Mozart-Messen, sowie die Oratorien und Passionen von Johann Sebastian Bach.              

Mit Liebe zu unbekannteren Werken wirkte sie unter der Leitung von Peter Kreutz bei der Uraufführung am Theater Gütersloh und der CD-Produktion bei CPO der „Wilden Schwäne“ von Carl Reinecke mit. Sie sang mehrere Uraufführungen eigens für sie komponierter Liederzyklen des jungen Komponisten Max-Lukas Hundelshausen.

Als Performance-Künstlerin war sie u.a. in der Pasinger Fabrik München und dem Museum am Dom in Würzburg zu Gast.

Rebekka Bigelmayr studiert seit März 2020 im Konzertexamen Neue Musik bei Prof. Angelika Luz an der Musikhochschule Stuttgart. Ihren Bachelor und Master legte sie an der Hochschule für Musik Detmold ab. Vor dem Studium erlernte sie nach einer externen Tanzausbildung an der Royal Academy of Dance/London bei der Filmschauspielerin Nicola Tiggeler die „Freeing your voice – Technique“ „Linklater“. Meisterkurse bei Margreet Honig und Sibylla Rubens sowie eine intensive Arbeit mit Christiane Iven bei der Sommerakademie Salzburg, der Musikakademie Ettal und im Privatunterricht gaben weitere Impulse.

Während des Studiums war Rebekka Bigelmayr mehrere Jahre Stipendiatin der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik Detmold.

Rebekka Bigelmayr lebt und arbeitet in Stuttgart.