Unterricht

Meine Arbeit umfasst das Erlernen der natürlichen Koordination von Atem und Stimme. Die Balance eines reflektorisch organisierten Atems auf der einen Seite und einem frei schwingenden Kehlkopf auf der anderen, lässt den Ausführenden die Qualität von unangestrengtem Singen erleben. Die Fähigkeit, „Legato“ über alle Lagen ohne ein Stören seitens des Atems singen zu können, gehört zu den Grundlagen des Mailänder Bel Canto. Indem wir in die Welt eines „organisierten“ anstelle eines „kontrollierten“ Singens eintauchen, kann die Stimme ungestört arbeiten. Themen wie Lampenfieber, Nervosität im Atem oder Angst vor der ,,Höhe“ werden weniger oder verschwinden im Laufe der Zeit. Hier setze ich mit gezielten Übungen an, die alle Muskelpartien des Körpers einbeziehen und somit nicht nur die Stimme schulen. Durch ein bewusstes Stehen, Wahrnehmen und Atmen, werden unbewusste Mechanismen beleuchtet und bearbeitet.

Mein Ziel ist es, ein Singen zu vermitteln, das frei von Manipulation und Hilfskompensationen wie z.B. Stirnrunzeln, unnötig großen Bewegungen mit dem Mund oder ein „festes Stützen“ der Rippenbögen, funktioniert. Aus inzwischen acht Jahren Erfahrung in der Arbeit mit allen Altersgruppen, konnte ich immer wieder beobachten, dass sich bei den Schülern ein Effekt des „entspannten Singens“ einstellte, der vielen vorher unbekannt oder unmöglich erschien.

Auch ich habe über viele Jahre diesen Effekt an mir erkannt, ausgebaut und verfeinert. Meine Studien begannen mit dem amerikanischen Stimm- und Sprechtraining von „Christin Linklater“, das ich bei Nicola Tiggeler in München lernte. Darauf baute ich eine Gesangsausbildung mit dem Mailänder Bel Canto bei Susanne Winter ebenfalls in München. Mein weiterer Weg führte mich an die Hochschule für Musik nach Detmold, wo ich bei Prof. Gerhild Romberger und Eeva Tenkanen im Fach Oper/Konzert mein Studium abschloss. Derzeit erweitere ich meine Ausbildung mit dem Studium der Gesangspädagogik ebenfalls in Detmold. Meine lebenslange Erfahrung im Bereich Ballett, zeitgenössischem Tanz und Schauspiel, schenkte mir eine klare Fähigkeit in der Arbeit mit dem Körper und seiner Präsenz auf der Bühne. Die intensive, jahrelange Auseinandersetzung mit der „Alexandertechnik“, der ,,Feldenkrais-Methode“ und dem „Kundalini Yoga“, erlaubt mir ein ganzheitliches Arbeiten mit dem Komplex aus Stimme, Atem und Körper.